• Asiatische Wirtschaftskraft

    Mir geht es hier nicht um Durchhalteparolen, sondern um Fakten

    welche teilweise zu negativ angesehen werden und solche, die

    vergessen werden, einzubeziehen.


    Wenn die Weltwirtschaft nur aus Amerika und Europa bestehen

    würde, gekämst du von mir ohne Zweifel recht.


    Du sprichst ja hier auch nur immer von Amerika, aber wie sieht

    es mit dem Rest der Welt aus?


    Der ist ja irgendwie auch noch vorhanden....


    Wir stehen zur Zeit in einer Phase, wo aufstrebende Märkte wie China,

    Japan, Indien, Russland, Osteuropa und die Ölländer einen riesigen Anteil

    in den Auftragsbücher der europäischen und amerikanischen Unternehmen

    ausmachen (z.B. ABB).

    Zudem kurbelt der hohe Ölpreis die Investitionen ins solche Förder-

    anlagen und alternative Energiegewinnung an.


    Die Länder werden die Umsätze und Gewinne der hiesigen Unternehmen

    weiter kräftig ankurbeln, weil diese noch ein grosses Manko an

    Ausrüstung und Know How haben. Da will doch jeder, obwohl ich dies ja

    nicht unbedingt als erstrebenswert finde, den selben Status wie die

    Europäer. Also wird weiter wirtschaftlich entwickelt, resp. gebaut und

    ausgerüstet, resp. gekauft.


    Darum relativiere hier deine sehr pessimistische Haltensweise für

    die Unternehmen generell, da sich die jetztige Inflation genau aus diesem

    Grund nicht mit anderen Zeitepochen vergleichen lässt.


    Ob der Konsum, jetzt wirklich dermassen abnimmt relativiere ich

    auch teilweise. Die meisten haben ihre Hypotheken in der Tiefstzins-

    phase auf Jahre angebunden, daher erwarte ich hier nur einen

    reduzierten Rückgang der Konsumenteneinkaufszahlen, da höher

    Belastungen nicht sofort auf's Portmonnaie schlagen sonder erst

    in 5 oder 10 Jahren.


    Im Übrigen hast du doch gesagt, der Dollar würde jetzt in alle Abgründe

    fallen und was ist passiert, er ist wieder von 1.20 auf 1.23 gestiegen.


    Nun, ich selber denke, dass die Inflationsunsicherheit langsam aber

    sicher in den Preisen eingepreist ist, schliesslich haben wir jetzt

    eine starke Korrektur hinter uns. In Deutschland sind aktuell viele

    Unternehmensaktien im einstelligen KGV zu kaufen.


    Aber wie sagte schon T. Williams: Prognostiker sind Leute, die

    in lichten Momenten, düstere Vorahnungen haben.

  • Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

    Laut einem renommierten Börsenbrief ( http://www.zuerchertrend.ch ) stammen die gegenwärtigen Börsenturbelenzen aus der Fehleinschätzung von Hedge-Fonds.


    Insgesamt seien die globalen Tendenzen ohne Fehl und Tadel. "New Economy 2.0" nennt es die Deutsche Bank in einer Studie zum langfristigen Trend der Volkswirtschaften rund um die Welt. Schlussfolgerung: Die Weltwirtschaft steht vor einem jährlichen Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent real (!) und dies für sicher mehr als zehn Jahre. Eine solche Einschätzung hat es noch nach dem Wissen der Herausgeber des Briefs nie gegeben.


    Die gegenwärtigen Turbulenzen sind technischer Natur. Es wird erwartet, dass das Börsenklima über den Sommer weiterhin nervös bleibt, Kursrutscher von 20 bis 25 Prozent gelten als gute Einstiegschancen. Verschiedene Indizien deuten auf ein baldiges Erreichen des Bodens, unter anderem auch das niedrige Bullen-Bären-Verhältnis.

  • Insider kaufen wieder Akien

    Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe. Der deutsche Insider-Barometer ist im Juni stark angestiegen, welcher anzeigt dass Manager- und Verwaltungsräte zu Schnäppchenpreisen einkaufen und künftige Marktentwicklungen vorwegnehmen. Dieser Indikator gilt in renommierten Kreisen als sehr zuverlässig. ( Bericht Sonntags-Zeitung)

  • Re: Insider kaufen wieder Akien

    Speedy3 wrote:

    Quote
    Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe. Der deutsche Insider-Barometer ist im Juni stark angestiegen, welcher anzeigt dass Manager- und Verwaltungsräte zu Schnäppchenpreisen einkaufen und künftige Marktentwicklungen vorwegnehmen. Dieser Indikator gilt in renommierten Kreisen als sehr zuverlässig. ( Bericht Sonntags-Zeitung)


    Die Frage ist nur, wann es dann so weit sein wird. Rechne, dass es mind. ein halbes Jahr dauern wird.

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • Der Ender isch der Gschwinder..

    Nun wenn du ein halbes Jahr warten willst, ist der Zug garantiert abgefahren.

    Der Dax hat zur Zeit ein rekordtiefes KGV (11), beim SMI ist es ähnlich.

    Die sogenannten Insider kennen die zukünftigen Gewinnverhältnisse und wissen dass die Marktlage allgemein zu schlecht angesehen wird. Die sollten es ja wirklich am Besten wissen.

    Darum wird es bald wieder

    obsi gehen.

    Die Übertreibung nach unten bietet morgen Top-Einstiegschancen.

  • Re: Asiatische Wirtschaftskraft

    Speedy3 wrote:

    Quote


    Wenn die Weltwirtschaft nur aus Amerika und Europa bestehen

    würde, gekämst du von mir ohne Zweifel recht.


    Die Weltwirtschaft besteht für mich hauptsächlich aus Amerika und Europa!


    Die USA sind die stärkste Wirtschaftsmacht und bestimmen zweifellos auch die Zukunft Europas. Solange sich unsere Börsen nicht von den Amis abkoppeln, wird es auch so bleiben. Ich bedaure das, aber so sind nunmal die Fakten.




    Quote:


    Das ist richtig. Doch wer zieht schon die Konsequenz und wandert nach Asien aus? Japan hat eine 15 jährige Depression hinter sich. Klar, dass es dort wieder aufwärts geht. Wir hingegen hatten eine über 20-jährige Hausse ohne nennenwerte Bereinigungen.



    Quote:

    Quote
    Die Länder werden die Umsätze und Gewinne der hiesigen Unternehmen

    weiter kräftig ankurbeln, weil diese noch ein grosses Manko an

    Ausrüstung und Know How haben.


    WIe lange haben sie dieses Manko noch?


    Sicher, Firmen wie ABB sind sehr konkurrenzfähig und haben gute Chancen gegen asiatische Konkurrenz zu bestehen. Aber wie sieht es mit dem Rest der Firmen aus?



    Quote:

    Quote
    Die meisten haben ihre Hypotheken in der Tiefstzins-

    phase auf Jahre angebunden, daher erwarte ich hier nur einen

    reduzierten Rückgang der Konsumenteneinkaufszahlen,


    Falsche Fakten führen zu falslchen Schlussfolgerungen. Zum einen haben US-Banken in den leltzten 5 Jahren kaum noch Fest-Hypotheken vergeben und wenn, dann nur für 5 Jahre und nur für die erste Hypothek.


    Daneben gibt es neben der Hypothekarbelastung auch noch die normalen Kredite, deren Zinsen steigen.


    Zum Dritten basiert ein Grossteil des Konsums der letzten Jahre (etwa 6-8%) auf Refinanzierung und Aufstockung der Schulden. Dieses Spiel nähert sich dem Ende. Du kannst einfach keine neuen Hypotheken auf ein zu 100% verschuldetes Haus aufnehmen, wenn dessen Wert sinkt.


    Unter dem Strich sind die Amerikaner bereits dabei, ihre Privatschulden abzubauen. Das ist auch ganz vernünftig so. Wenn sie es nämlich nicht tun, gibt es für sie ein Hard-Landing.




    Quote:

    Quote
    Im Übrigen hast du doch gesagt, der Dollar würde jetzt in alle Abgründe

    fallen und was ist passiert, er ist wieder von 1.20 auf 1.23 gestiegen.


    Ich mag nicht Wochen-Schwankungen kommentieren. Ich habe nie behauptet, dass der Absturz des Dollars ohne Korrekturen und in einem Rutsch vonstatten gehen wird.




    Quote:

    Quote
    Nun wenn du ein halbes Jahr warten willst, ist der Zug garantiert abgefahren.

    Der Dax hat zur Zeit ein rekordtiefes KGV (11),


    Rekordtief wäre 5.60, Normal für das Ende eines Bärenmarktes ist 7.0 bis 8.0


    KGV11 ist die Zukunftserwartung. Effektiv liegt es um etwa 14, war dem langjährigen fairen Wert entspricht.




    Quote:

    Quote
    Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe.


    Yep, da sind wir uns völlig einig:


    Selling of US stocks by company officers, directors and other insiders last month reached the highest level since just before the bursting of the dotcom bubble, data showed. Thomson Financial said insider selling reached a total of $6.1bn in February, the highest since the $9.1bn record set in February 2000.

    Quelle: http://delong.typepad.com/sdj/2006/03/andrew_postelni.html

  • Re: Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

    learner wrote:

    Quote
    "New Economy 2.0" nennt es die Deutsche Bank in einer Studie zum langfristigen Trend der Volkswirtschaften rund um die Welt. Schlussfolgerung: Die Weltwirtschaft steht vor einem jährlichen Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent real (!) und dies für sicher mehr als zehn Jahre.


    Die Deutsche Bank ist eine der FED-Banken. Was erwartest Du, dass die Dir erzählen?

  • US-Insider

    @ Marcus


    Dein US-Insider-Verkaufsbericht ist bereits 4 Monate alt, also nicht mehr

    zu gebrauchen, da wir im DJIA bereits 700 Punkte Korrektur hinter uns

    haben.


    Im Weiteren und Allgemeinen: Man kann immer anderer Meinung sein,

    die einen sehen ein Glas halbleer an, die anderen halbvoll.

    Im bleibe bei der Meinung, dass die Inflation überbewertet wird und

    die Unternehmen weiterhin sehr gute Zahlen schreiben.


    Texas Instruments ist hier nur das letzte Beispiel..........


    09.06.2006

    Texas Instruments: Höhere Nachfrage, erhöhte Prognose


    DALLAS - Die Nachfrage bei Mobiltelefonen wird in diesem Jahr höher sein als erwartet. Texas Instruments (NYSE: TXN, WKN: 852654) als der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone bekommt dies positiv zu spüren und erhöhte gestern nachbörslich in den USA die Prognose für das laufenden Quartal.


    Demnach werde sich der Umsatz im zweiten Jahresviertel zwischen 3,63 und 3,78 Mrd. US-Dollar bewegen. Ursprünglich hatten die Texaner eine Spanne von 3,46 bis 3,75 Mrd. Dollar angegeben. Diese Entwicklung werde sich überproportional auf den Gewinn auswirken. Stellte TI hier ursprünglich 38 bis 43 Cent je Aktie in Aussicht, so soll sich der aktualisierte Wert in einem Spektrum von 46 bis 48 Cent bewegen.

  • Re: Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Die Deutsche Bank ist eine der FED-Banken. Was erwartest du, dass die dr erzählen?


    1. Wie kommst du auf diese Aussage?


    2. Falls du zeigen kannst, dass die Deutsche Bank eine FED-Bank ist, glaubst du nicht, dass auch das FED darauf angewiesen ist, langfristige Einschätzungen zu erheben? Oder ist das FED eine eigenständige Macht, die das eigene Volk (und damit die eigene Wirtschaft) mit wissentlichen Falschaussagen betrügen will? Wer steckt hinter den Auftraggebern dieser dunklen Macht? Was sind die Motive für den (angeblichen) Betrug?

  • Re: Asiatische Wirtschaftskraft

    MarcusFabian wrote:

    Quote


    Die Weltwirtschaft besteht für mich hauptsächlich aus Amerika und Europa!


    1. China ist der grösste Aussenhandelspartner der USA

    2. China ist die "Weltwerkstätte", auch für Unternehmen aus der Schweiz

    3. Japan ist der grösste Gläubiger der USA, gefolgt von China

    4. 80% aller IT-Waren kommen schon heute aus China & Japan

    5. 70% aller Textilien kommen aus Asien, auch da vorallem China

    6. Nirgendwo gibt es mehr Informatiker als in Indien

    7. in keiner anderen Region der Welt werden mehr Stellen geschaffen


    Asien hat doch global gesehen Europa längst hinter sich gelassen und ist noch längst nicht satt, während dem wir in unseren Breitengraden satt vom Erfolg sind und nur noch Besitzstand wahren. Mit dem amerikanischen Pioniergeist konnte Europa noch nie mithalten. Und da soll die Wirtschaftswelt nur aus Europa & Amerika bestehen? Das ist mindestens seit den 80er-Jahren und der japanischen Welle in den Jahren vorbei. Heute würde die Wirtschaft still stehen ohne Asien, weltweit.


    tt

  • Zur Bestätigung der Aussagen von Tubeltrader

    -Aus dem Börsenbrief http://www.zuerchertrend.ch:

    "Es ist schon beeindruckend, die jüngsten OECD-Zahlen zu lesen, entweder im Querschnitt oder von Land zu Land. Noch nie hat es dies in den vergangenen hundert Jahren gegeben, dass alle Länder der Welt massiv wachsen und selbst das alte Europa mindestens mitläuft.

    Bemerkenswert ferner: Der Aufbau Ost ist ein Modellfall. ..."


    -Das BAK schreibt das unerwartete höhere Wachstum der Schweizer Wirtschaft dem Wachstum der Emergies in Asien zu, wo eine wachsende Mittelschicht sich zunehmend Trend-/Luxus-Produkte kauft.


    Mein Fazit: Die Nachwehen der Kolonialwirtschaft gehen zu Ende. Ehemalige Entwicklungsländer sind daran, sich zu industrialisieren. Die Kaufkraft, die dadurch entsteht, schafft eine nachhaltige Nachfrage für die kommenden Jahre.

    Zu dieser Globalisierung kommen noch andere Faktoren hinzu, die annehmen lassen müssen, dass die kommende Dekade weltwirtschaftlich erspriesslich werden sollte: neue technologische Herausforderungen (Energie); neue Technologien des alten Jahrtausends, die erst daran sind, ihre Wirkung auf die Produktivität zu tätigen (Bsp.: Internet).

  • Re: Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

    learner wrote:

    Quote


    1. Wie kommst du auf diese Aussage?


    http://land.netonecom.net/tlp/ref/federal_reserve.shtml




    Quote:

    Quote
    2. ...glaubst du nicht, dass auch das FED darauf angewiesen ist, langfristige Einschätzungen zu erheben? Oder ist das FED eine eigenständige Macht, die das eigene Volk (und damit die eigene Wirtschaft) mit wissentlichen Falschaussagen betrügen will? Wer steckt hinter den Auftraggebern dieser dunklen Macht? Was sind die Motive für den (angeblichen) Betrug?


    Zunächst muss man festhalten, dass das FED keine staatliche US-Notenbank ist (so wie SNB, EZB oder BoJ) sondern ein Konklomerat von Privatbanken mit der Lizenz zum Geld drucken.

    Die FED-Banken drucken Geld und verleihen dieses zur jeweils gültigen Fed-Funds-Rate (derzeit 5%) and die US-Banken.


    Natürlich hat das FED die Aufgaben langfristige Einschätzungen abzugeben. Aber wir wissen von Alan Greenspan, dass die Wortwahl immer ausserordentlich vorsichtig sein muss. Jede Äusserung des FED hat Auswirkungen auf die Börse. Sei's nach oben oder unten. Das FED hat also alles Interesse der Welt, Schwierigkeiten nicht an die grosse Glocke zu hängen, um Paniken zu vermeiden. Das heisst nicht zwingend, dass wir in grossen Schwierigkeiten stecken. Nur, das FED wäre die letzte Institution, die diese Schwierigkeiten zugeben würden.


    Mal als Kontrapunkt zu positiven Einschätzung von Zuerchertrend eine EInschätzung der BIZ:


    Warnung vor der Zinswende


    Rainer Sommer 12.06.2006

    Die Situation sei heute ähnlich wie in den späten 80er Jahren – nur schlimmer, warnt der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die Weltwirtschaft müsse sich nun auf harte Zeiten einstellen


    weiter ...http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22848/1.html

  • Re: Asiatische Wirtschaftskraft

    TubbelTrader wrote:


    Zu 100% einverstanden! Aber wir diskutieren ja hier über den SMI und entsprechend über die Amis, die die Musik machen, nach der wir spielen.


    Das heisst, wir können unsere Ansichten (Deine, meine und die von Speedy) vielleicht so zusammenfassen:


    Am besten werden jene Schweizer Firmen profitieren, die an die boomenden asiatischen Märkte liefern können, während Firmen, die in erster Linie vom US-Markt abhängig sind, schwereren Zeiten entgegensehen.


    Soweit einverstanden?

  • Optimismus der Finanzminsister

    http://money.cnn.com/2006/06/1…onal/group.reut/index.htm


    Die grosse Diskrepanz in der Einschätzung der globalen Wirtschaftsaussichten scheint daher zu rühren, aus welcher Distanz die Haare in der Suppe angeschaut werden. Da gibt's Unterschiede. Imponderabilien werden unterschiedlich gewichtet.


    Letzten Endes kann ich nichts anderes tun, als die Einschätzung eines Teams von Fachleuten anzuhören, die sich auf einen Konsens einigen mussten und damit Lastigkeiten ausgeräumt haben. What the hell bleibt mir anderes übrig? Und auch dort sieht man, dass die Prognosen ständig korrigiert werden, wie etwa das BAK erst seine Prognose für 2007 nachgebessert hat, womit die Zahlen vom April schon wieder ungültig sind. Ein solches (universitäres) Institut ist noch am ehesten eine der verlässlichen Quellen, auf die sich das Bundesamt für Wirtschaft verlässt. Oder ein Börsenbrief, auf den sich Schweizer Gross-Unternehmen verlassen, bei denen es um Gedeih oder Verderben geht, je nach Aussichten die richtigen Entscheide zu treffen.

    http://www.ibc-bak.com/wDeutsc…e/indexW3DnavidW269.shtml


    In einer Zeit von unglaublicher Meinungsvielfalt in Blogs und Foren wird der Einzelne sich wieder mehr solcherart seine Meinung suchen, um sich nicht im Dschungel von Polemiken und singulären Interpretationen den Kopf verdrehen zu lassen. Cheers!

  • SMI

    learner,


    Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema: "Reden des FED-Chefs und Auswirkungen".



    , als Bernanke den Kongress informierte, die Fed könnte alsbald durchaus "beschließen, keine Maßnahmen mehr zu ergreifen". Das interpretierte die Wall Street sofort als Hinweis auf ein Ende des Zinsritts - und feierte diese frohe Kunde mit einer verhaltenen Rally.


    Doch die Freude war von kurzer Dauer. Denn am folgenden Wochenende tummelte sich Bernanke auf dem Jahresdinner des Weißen Hauses für die Korrespondenten. Da begegnete er der enorm populären (und einflussreichen) Wirtschaftsreporterin und TV-Anchorfrau Maria Bartiromo vom Kabelsender CNBC. Der sagte Bernanke spontan, er fühle sich missverstanden: Es könnte gut möglich sein, dass die Zinsen später doch weiter anzögen.


    Hämische Belehrungen


    Bartiromo gab das "exklusive" Gespräch zwei Tage später in ihrer Sendung "Closing Bell" prompt an die Wall Street weiter - 45 Minuten vor Börsenschluss. Der Dow Jones -Index, zu dem Zeitpunkt noch 49 Punkte im Plus, war von Bernankes Bocksprüngen irritiert, stürzte ab und landete 24 Punkte im Minus.


    Schon eine kleine Formulierung, abgeschwächt durch "könne alsbald" und schon hat das Auswirkungen.

    Was würde wohl passieren, wenn Heli-Ben etwa sagen würde im Stil: "Die sinkenden Häuserpreise machen mir echt Sorgen."?

  • Kommunikation...

    Ja, ist klar.


    Ausgewogene Kommunikation ist die Kunst, die Bernanke jetzt immerhin noch lernen will, nachdem er gesehen hat, wie unsicher die Märkte auf einen Faux-Pas reagieren. Als Ökonom weiss er jetzt schon, dass es angebracht ist, im Konjunktiv zu sprechen (was er tut). Diese Woche wird er wieder einmal einen Knochen hinwerfen, um die Märkte zu beruhigen. Er wird geschickter sein, in Zukunft, liest neuerdings Statements ab und will sich keine Würmer mehr aus der Nase ziehen lassen.

    Andererseits ist seinen bisherigen hölzernen Warnungen zuzuschreiben, dass eine Korrektur früher als spät gekommen ist. In der Amtszeit von Greenspan war das anders.


    Der Begriff "Heli-"Ben ist verzerrend, in dem Sinn, als Geld nicht von einem Hubschrauber aufs Volk abgeworfen wird, sondern im Handel gegen Aktivposten von Banken vergeben.

    http://www.yeald.de/Yeald/a/39…helicopter__bernanke.html


    Der Mann ist ein hoch dotierter Professor der Ökonomie und kennt das Geschäft. Die Universität von Princeton beruft die Besten zu den Professuren.

    Kommunikative Fehler geschehen allenthalben.

  • Re: Kommunikation...

    learner wrote:

    Quote


    Der Begriff "Heli-"Ben ist verzerrend, in dem Sinn, als Geld nicht von einem Hubschrauber aufs Volk abgeworfen wird, sondern im Handel gegen Aktivposten von Banken vergeben. .


    Bernd Niquet ist keine gute Lektüre. Seine Inkompetenz wird höchstens noch durch seine Arroganz übertroffen ;)




    Remarks by Governor Ben S. Bernanke

    Before the National Economists Club, Washington, D.C.

    November 21, 2002


    Deflation: Making Sure "It" Doesn't Happen Here


    But the U.S. government has a technology, called a printing press (or, today, its electronic equivalent), that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost. By increasing the number of U.S. dollars in circulation, or even by credibly threatening to do so, the U.S. government can also reduce the value of a dollar in terms of goods and services, which is equivalent to raising the prices in dollars of those goods and services. We conclude that, under a paper-money system, a determined government can always generate higher spending and hence positive inflation.


    ...


    Thus, as I have stressed already, prevention of deflation remains preferable to having to cure it. If we do fall into deflation, however, we can take comfort that the logic of the printing press example must assert itself, and sufficient injections of money will ultimately always reverse a deflation.


    ...


    A broad-based tax cut, for example, accommodated by a program of open-market purchases to alleviate any tendency for interest rates to increase, would almost certainly be an effective stimulant to consumption and hence to prices. ... . A money-financed tax cut is essentially equivalent to Milton Friedman's famous "helicopter drop" of money.


    Quelle: http://www.federalreserve.gov/…2002/20021121/default.htm

  • SMI wohl diese Woche noch unter 7000? Wird wohl nun tatsächlich eintreffen. Kleiner Handel - die grosse Chance unserer lieben Hedger...

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"