• Re: Entwicklung des SMI

    learner wrote:

    Quote
    Oder kann man sich vorstellen, dass ein Misstrauen in die Regierung da ist, aber ein Vertrauen in die Wirtschaft?


    Da würde ich sogar noch differenzieren in ...


    :arrow: das Vertrauen der amerikanischen Bevölkerung in ihren Präsidenten und


    :arrow: das Vertrauen der Welt, insbesondere der Kreditgeber.


    Der Amerikaner selbst denkt nur wenig über seinen Tellerrand hinaus. Hypothekarzinsen und Benzinpreise sind ihm wichtiger als Inflation und weltpolitische Lage.

    Das Dumme ist nur, dass es jeder Ami seinem Präsidenten abnimmt, wenn ihm dieser erzählt, die Benzinpreise seien nur wegen des Iran so hoch. In der logischen Folge ist dann der Ami geneigt, einem Krieg gegen den Iran zuzustimmen. Was interessieren ihn schliesslich ein paar Hunderttausend tote Iraner, wenn dafür sein Bezin billiger wird?


    International geniessen die USA derzeit weder Sympathie noch Vertrauen. Alleine deshalb ist es erstaunlich, dass die Chinesen, Japaner und Araber immer noch die Hauptlast der US-Defizite tragen.


    Der Dollar wird in den nächsten Jahren nochmals 25% Kaufkraft verlieren. Da helfen 5% Zins auf US-T-Bonds nur relativ wenig.


    China kann die USA jederzeit in eine Finanzkrise stürzen, indem sie T-Bonds verkaufen. China hat also mehr Macht über die USA als die meisten Menschen sich vorstelen können.


    Irgendwie ist da ja auch sexy: Es genügen ein paar Unterschriften und Amerika versinkt in seinen Schulden bzw. die Zinsen steigen in den zweistelligen Bereich.

    Da helfen den Amis ihre ganzen Kanonen und Bomben gar nichts.


    "Die Feder ist stärker als das Schwert" :lol:

  • Schwächung der westlichen Börsen ist anzunehmen

    Der Anleger weiss, dass der Dollar in Gefahr ist. Was gibt' s für den Anleger für Möglichkeiten, um dem auszuweichen? Sucht nicht auch Warren Buffet deswegen nun vermehrt in Emerging Countries Anlagemöglichkeiten?


    Es ist klar, dass die wachsende Mittelschicht in jenen Ländern, aber auch Amerikaner und Europäer vermehrt in jenen Märkten investieren. Was sagt Julius Bär heute? Europa stagniert. Die Vermögen werden in den kommenden Jahren markant in den aufbrechenden Märkten wachsen.

    http://www.cash.ch/news/449/90454


    Jene Vermögen werden künftig vermehrt in Aktien jener BRIC-Länder und anderer Emerging Markets, und weniger in Schuldbriefe der Amerikaner fliessen. Das entzieht Amerika Geld, und den europäischen Börsen auch. Es lässt die Kurse hier eher stagnieren und dort wachsen.


    Ich werde mir den Trend zum Friend machen und das Geld ausser ein paar Liebhabereien hier (ABB; Apple) in jenen Märkten platzieren, deren Aussicht gut ist. Ausser dass mir selbst dieses Szenario plausibel erscheint, entspricht es der Ansicht zahlreicher Börsengelehrter.

  • Kreislauf der Wirtschaft

    Nur eines bitte ich doch noch zu beachten:


    Der Zusammenhang des wirtschaftlichen Kreislaufes welcher

    global zusammenspielt ist ein wichtiger Faktor, welcher bei den

    vorherigen Beiträgen irgendwie ausgeblendet wurde.


    Die Chinese leihen den Amis doch auch aus, weil sie dadurch

    Know How und Arbeitskraft erhalten.

    Firmen aus USA und Europa kommen in die asiatischen Länder

    und lassen genau aus diesem Grund die, wie von Marcus erwähnten

    Leute im Dorf mit Mehrwert versorgen.


    Genau dies wissen die Chinesen sehr wohl, und werden sich

    hüten, hier die Amis unter Druck zu bringen.

    Die Zentralbanken werden hier den Dollar auf Kurs halten.


    Was bringt es den Chinesen die Amis in der Luft hängen zu lassen, es

    ginge wohl nicht lang und die wirtschaftliche Kraft Chinas würde in sich

    zusammensacken man müsste übertrieben gesagt wieder Reis anpflanzen.


    Alles in der Wirtschaft ist ein Kreislauf, die eine Hand wäscht die Andere,

    und jeder weiss, dass er ohne den anderen nicht sein kann.


    Also würde ich hier alle Horror und Panikszenarien mal in Frage stellen

    und davon ausgehen, dass jede Wirtschaft daran interessiert sein

    wird, dass im eigenen Land Mehrwert entsteht, im Notfall auch mit

    ausländischer Hilfe.


    Die Zinsbelastung des gemeinen Volkes würde ich auch nicht so

    dramatisieren, den viele werden sich mit Festhypotheken abgesichert

    haben und die Belastung wird daher die nächsten 5-10 Jahre dieselbe

    bleiben und die Ausgaben für den Konsum können weiter getätigt werden.

  • Re: Kreislauf der Wirtschaft

    Speedy3 wrote:


    Ein guter Punkt. Betrachten wir ihn mal aus Sicht der Chinesen:


    Eine chinesische Firma produziert Waren für den US-Markt und kriegt dafür Dollars. Da die Firma mit Dollars direkt nichts anfangen kann, wird sie diese Dollars bei der chin. Zentralbank gegen Yuan eintauschen.

    Die Zentralbank hat nun das Problem "Dollar" am Hals. Sie muss zunächst mal soviele Yuan drucken, um all die Dollars eintauschen zu können. So erklärt sich, dass die Inflation (im SInne von Ausweitung der Geldmenge) in China parallel zum Dollar läuft.

    Für die Chinesen stellt sich nun die Frage, was sie mit diesen Dollars anfangen sollen. SIcher werden Rohstoffe gekauft. Derzeit werden die Erdöllager aufgefüllt, was aus chinesischer Sicht sehr sinnvoll ist. Aber bei $120 Mrd pro Jahr lassen sich beim besten Willen nicht alle Dollars sinnvoll verwenden. Also wird der Rest in US-T-Bonds angelegt. Gezwungener Massen, denn sonst lassen sich nirgends so enorme Mengen parkieren.


    US-T-Bonds sind Schuldscheine und die Chinesen wissen genau, dass die Dinger eines Tages nichts mehr wert sein werden. Zumindest nicht in heutiger Kaufkraft gemessen.


    DIe Chinesen können es sich nicht leisten, die T-Bonds zu verkaufen (derzeit $825 Mrd), denn dann würde der US-Immobilienmarkt zusammenbrechen (Volumen: $7 Billionen) und die Amis könnten sich keine chinesischen Produkte mehr leisten.

    Entsprechend gäbe es auch einen Wirtschaftseinbruch in China.


    Soweit sind wir uns wohl über die aktuelle Situation einig.


    Was können nun die Chinesen tun? Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass China immer das tun wird, das China am besten weiterhilft.


    Dass China auf Gedeih und Verderb auf die USA angewiesen ist, ist in zweierlei Hinsicht ein Trugschluss.


    1. Wenn ich als Grossverbraucher in unserem Dorf Dein bester Kunde in Deinem Dorfladen bin, dann bin ich für Dich und Dein Geschäft natürlich wichtig. Wenn ich meine bei Dir bezogenen Waren aber nicht oder nur teilweise bezahlen kann und meine Schulden Dir gegenüber immer weiter auflaufen, wird für Dich unweigerlich eines Tages der Punkt erreicht sein, wo für Dich der Schaden kleiner ist, mir weiterhin Waren zu verkaufen als weiter Schulden wachsen zu lassen.

    Wahrscheinlich wirst Du klammheimlich versuchen, meine Schuldscheine wie den schwarzen Peter an andere Unternehmen weiterzugeben. Du wirst sicher auch darauf achten, dass mein Schuldenberg Dir gegenüber zumindest nicht weiter wächst.

    Die Lust nach neuen US-Schuldscheinen wird also mit Sicherheit abnehmen.


    2. China muss den Schaden, den ein Ausfall Amerikas als Kunde für die chinesische Wirtschaft hätte, minimieren. Das gelingt, indem man den Binnenmarkt ankurbelt und die DVD-Player halt an Chinesen statt Amerikaner verkauft.

    Hätte China ein vernünftiges Finanzsystem (was noch nicht der Fall ist), wäre diese der beste Weg. Schliesslich hat China in Punkto Konsum und Lebensqualität einen enormen Nachholbedarf, der die chinesische Wirtschaft für Jahrzehnte beschäftigen dürfte.




    Je besser es also China gelingt, sich aus der Abhängigkeit des US-Exports zu lösen um so höher sind die Chancen, dass China Amerika mal fallen lässt. China hält eine enorme Trumpfkarte in Händen. Die Amis würden sich besser mit China arrangieren als - wie beim letzten Staatsbesuch - Präsident HU diplomatisch öffentlich und mehrmals zu beleidigen.




    Quote:

    Quote
    Die Chinese leihen den Amis doch auch aus, weil sie dadurch

    Know How und Arbeitskraft erhalten.


    Europa hat mit China einen Handelsüberschuss. Warum? Weil die Europäer gute Produkte haben, die sie den Chinesen verkaufen können. Klassisches beispiel ist der deutsch Trans-Rapid.


    Was haben die USA, was Europa oder Japan nicht auch und besser zu bieten haben?

    Einer der grössten Boom-Märkte in China sind Autos. Hier sind die Europäer und Japanern den Amis um Jahrzehnte voraus.




    Quote:

    Quote
    Was bringt es den Chinesen die Amis in der Luft hängen zu lassen, es

    ginge wohl nicht lang und die wirtschaftliche Kraft Chinas würde in sich

    zusammensacken man müsste übertrieben gesagt wieder Reis anpflanzen.


    In erster Linie Macht. Unter der Oberfläche herrscht bereits ein Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China. Dabei geht es um Öl.

    Die USA besetzen strategisch wichtige Positionen, um sowohl die Ölförderung im Mittleren Osten als auch deren Transportwege nach China kontrollieren und notfalls unterbrechen zu können. Die Annektion des Irak war ein Schritt in diese Richtung. Die USA kontrollieren auch die Strasse von Hormuz und von Malakka. Ausserdem unterhalten sie Militärbasen in Zentral Asien (Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan).


    Die Chinesen kontern, indem sie beispielsweise für Venezuela eine Pipeline an die Westküste Südamerikas bauen oder indem sie den Iran am 15. Juni in die SCO aufnehmen (SCO: siehe http://www.zeit-fragen.ch/ausg…e-sco-was-erreichte-bush/ ).


    Amerika will den Iran militärisch unter Kontrolle bringen, China tut dasselbe auf diplomatischem Weg. China ist mir deshalb diesbezüglich sympathischer.


    Selbst wenn Amerika im wirtschaftlichen Chaos versinkt, können die Chinesen genau so weiter produzieren wie bisher. Selbst wenn sie DVD-Player auf Halde produzieren macht das keine Unterschied. Ob die Chinesen dafür jetzt US-Schuldscheine kriegen oder selbst irgend ein Papier bunt bedrucken ist irrelevant.


    Quote:

    Quote
    Alles in der Wirtschaft ist ein Kreislauf, die eine Hand wäscht die Andere,

    und jeder weiss, dass er ohne den anderen nicht sein kann.


    Stimmt. Aber ein Geschäft ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn es beiden Seiten zum Vorteil gereicht. Es ist ok, Fleisch gegen Brot oder Maschinen gegen Öl zu tauschen.

    Aber Konsumgüter gegen Schuldscheine? Das kann nicht lange gut gehen.




    Quote:


    Mehrwert bedeutet, dass fleissige Menschen sinnvolles produzieren. Es bedeutet weiterhin, dass die Menschen nicht mehr verbrauchen als sie produzieren. Beides ist in den USA nicht mehr gegeben.


    Natürlich sind - wie Du sagst - die Amis daran interessiert, dass mit ausländischer Hilfe (der Hilfe der Chinesen) Mehrwert entsteht.

    Aber sind die Chinesen daran auch interessiert?




    Quote:


    Das ist eine Annahme von Dir und die Fakten belegen, dass sie schlicht falsch ist.

    In den letzten 4 Jahren haben US-Banken (die sind ja auch nicht blöd) kaum noch Festhypotheken abgeschlossen. Und wenn, dann nur mit 0.5% höherem Zinssatz und bis maximal 5 Jahre. Und auch die nur für die erste Hypothek.

    Der Anteil der Fixhypotheken lag 2005 bei 30%.


    Aber das spielt gar nicht so eine grosse Rolle. Viel wichtiger ist, dass mit steigenden Hypothekarzinsen die Häuserpreise sinken. Und da in den letzten beiden Jahren etwa 40% aller Häuser mit 100% (oder mehr) Fremdfinanzierung abgeschlossen wurden, spielt das durchaus eine Rolle.


    Wir können jetzt höchstens würfeln, wer den Schwarzen Peter am Schluss im Sack haben wird: Der EFH-Besitzer, dessen Hypothek den Wert des Hauses übersteigt, die kreditgebende Bank, die GSO's Freddy und Fanny, die diese Hypotheken in Pakete schnüren oder die Banken, die die Zinsrisiken von Freddy und Fanny über Derivate absichern.

  • Kreislauf der Wirtschaft

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Was haben die USA, was Europa oder Japan nicht auch und besser zu bieten haben?


    In der Öffentlchkeit zeigen Chinesen gerne ihren Status, bzw. Reichtum, mit Marken, die ein hohes Image haben. Reichtum hat traditionell in der chinesischen Kultur nicht den anrüchigen Geschmack wie im "klassischen" Christentum und traditionell im Westen. Er wird deswegen auch gerne und offen zur Schau gestellt, zumal jener, der ihn nicht zeigt, weder Status noch Ansehen geniesst.


    Als in Thailand (dessen Politik, Wirtschaft und Geld in den Händen von Thai-Chinesen ist) vor etwa zehn Jahren das Wein-Trinken aufkam, wurde in einem Masse übertrieben, dass dadurch die Zahlungsbilanz negativ wurde. Jeder wollte den teuersten Wein auf dem Tisch haben, um die anderen zu beeindrucken. Das hat sich nicht geändert. Es wird billig gearbeitet und viel exportiert, die Einnahmen aber werden schliesslich für westlichen Tand ausgegeben. Man sehe den Hype mit Mercedes, Mobiles, iPods. Was westlich ist, ist "in". Die heranwachsende Generation ist darin noch extremer als deren Eltern.


    In China geschah 1989 der Aufstand auf dem Platz des himmlischen Friedens, der bluttig niedergeschlagen werden musste, vor allem aus der Lust der Jugend, hedonistische Gesellschaftsverhältnisse wie im Westen zu haben. Um diesem Druck nachzugeben, wurde das Land in den letzten Jahren massvoll geöffnet.


    Ausländische Luxusgüter sind jetzt schon eine Gefahr für die Wirtschaft in China und werden deswegen hoch besteuert. Wie etwa auch Schweizer Luxus-Uhren, deren Image dadurch noch mehr gewinnt und die Chinesen als Touristen in die Schweiz ziehen.


    Vor zwanzig Jahren sagten amerikanische Marketing-Leute über Thailand, man könne dortzulande keinen Absatz finden, es fehle der Wunsch nach Gütern. Kaum standen TVs als trojanische Pferde der Multinationals in den Haushalten, änderte sich das Verhalten blitzschnell. Die Zahlungsbilanz Thailands war fortan gefährdet, und zwar weitgehend wegen westlicher Luxusprodukte.


    Ähnlich stelle ich mir den wirtschaftlichen Verlauf der Volksrepublik vor. Der Endpunkt der Entwicklung sind singaporeanische Verhältnisse. Bis es so weit ist, fliesst noch viel Wasser durch die Schleusen des Yang-tse. Allein, solche Veränderungen gehen heutzutage blitzschnell.


    Das Problem der amerikanischen Wirtschaft indes ist, dass sie zu stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet ist. Das amerikanische Automodell ist ein Beispiel dafür. Der Lernprozess kann aber schnell stattfinden, wie etwa Boeing gegenüber der Herausforderung durch Airbus gezeigt hat. Insgesamt ist sie konkurrenzfähig geblieben. Oder Apple: Zum Nachsehen der asiatischen Konkurrenz hat die Firma den internationalen Zeitgeist getroffen.


    In Anbetracht all dessen können wir beruhigt feststellen, dass die Geschichte (history) noch nicht zu Ende ist. Gesellschaften, Firmen, Staaten, Nationen, die Menschheit: alle stehen immer wieder in Turnaround-Situationen. Während dieses globalen Prozesses, den ja primär die USA ins Leben rief ("die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht los"), wird insgesamt ein starkes globales Wirtschaftswachstum erwartet, wovon multinationale Firmen profitieren sollten. Womit wir zurück beim Thema sind, dem SMI.

  • SMI

    Du nennst da ein paar gute Beispiele.


    Wenn Thailand seine Handelsbilanz gefährdet, weil die Leute zuviele Luxusgüter kaufen, ist das vergleichbar mit einer Privatperson, die ihr erspartes für Luxus ausgibt.

    Die Frage ist aber: Gebe ich Erspartes für Luxus aus oder nehme ich einen Kredit dafür auf?

    Thailand hat offenbar Erspartes ausgegeben. Das ist akzeptabel. Amerika aber lebt auf Pump und das ist gefährlich.

    Nicht nur für Amerika selbst sondern auch für all jene, die diese Kredite mit Erspartem finanziert haben.


    Klar haben China, Indien und Thailand einen riesengrossen Nachholbedarf. Entsprechend wird die Nachfrage und das Wirtschaftswachstum entsprechend steigen. Die Asiaten beliefern uns mit Billigprodukten und wir im Gegenzug Rolex und Gucci. Es bleibt dabei aber die Frage, wie und in welchem Umfang die USA davon profitieren werden. Ich zweifle daran, dass sie pro Jahr Luxusgüter um 700 Mrd $ zusätätzlich werden verkaufen können. Und genau das wäre nötig, um eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erreichen.


    Für die Schweiz sieht es da schon besser aus. Wir haben gute Produkte und ausgezeichnete Firmen. Und wir geben nicht mehr Geld aus als wir erarbeiten. Von daher teile ich Deine Einschätzung, dass uns ABB, Nestlé und andere weiterhin ausländisches Geld reinholen.


    Gefahr droht lediglich jenen, die zu stark von den USA abhängig sind und den AMis Geld geliehen haben. Das sind bei uns recht viele Pensionskassen und damit wir Normalbürger.

  • Re: Entwicklung des SMI

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    learner wrote:


    Aber hat das der Iran nicht auch ähnlich? Wenn der Oberiraner sagt, dass der Ami schlecht ist, dann sind die Amis für die Iraner eben schlecht.

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • Das manipulierte Volk

    Wie schwierig es ist, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu prüfen wissen wir alle selbst. Auch ich unterstützte den Irak-Krieg, weil ich gemäss den (amerikanischen) Informationen davon ausging, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt...


    Insgesamt möchte ich aber dem "Amerikaner" ein besseres, unabhängigeres Urteil zugestehen als der iranischen Masse. (Knapp 50 Prozent sind Demokraten! Gegenwärtig kritisieren 60 Prozent die Regierung!) Immerhin ist Amerika freiheitlich, ich kann dort glauben und sagen, was ich will, und mich durch alle Quellen informieren, von Blogs zu sehr kritischen Magazinen wie etwa Harper's, das nun die Absetzung des Präsidenten fordert. Die schweizerische Verfassung ist stark nach der älteren amerikanischen Verfassung entstanden, die eines der wunderbaren Gesetzeswerke der Welt ist. Ausserdem gibt es nicht ein Amerika. Der Unterschied zwischen dem freigeistigen Kalifornien und strenggläubigen Amischen könnte nicht grösser sein. Die amerikanischen Überväter sind genau so durchmischt und reichen von einem pazifistischen William Penn über die freigeistigen Benjamin Franklin oder Thomas Jefferson zu dem kapitalistischen George Washington oder dem anarchistischen Henry David Thoreau. Auch Sitting Bull ist dabei, auch Henry Miller , Jack Kerouac oder Charles Bukowski. Insgesamt ergibt sich ein bunteres Bild als in der Alten Welt, in dem der Bürger weniger Selbstzensur sich aufnötigen muss als ein Schweizer Bürger. Vor allem kann er auch wählen, in welchem Staat er leben will, und da ist der Unterschied zwischen Boston und Kalifornien grösser als zwischen dem Schächental und der Langstrasse.


    Solche Toleranz zu unterschiedlichen Haltungen und Lebensart gibt es in keiner islamischen Gesellschaft, wo auch in der Erziehung und Bildung gewisse Tabus nie besprochen werden dürfen, wie in der westlichen Bildung, wo der "Zweifel" und das kritische Denken in jeder Schule ein Teil des Lehrplans ist.

  • Nikkei im Minus: Wie weiter für den SMI?

    Der morgige Dienstag wird an der Schweizer Börse ein schwieriger Tag werden. Der Nikkei im Minus wird in Europa den Ton angeben. Der Erdölpreis ist wieder in einer Höhe, dass er mehr Sorge bereitet als allfällige Zinserhöhungen.


    Tatsächlich ist es jetzt plausibel, das Geld in alten, erprobten Schlachtschiffen anzulegen. Nestlé ist in solchen Zeiten empfohlen, Holcim, Novartis. CS kann man sich aufladen, weil ja irgendwann die Winterthur verkauft wird. ABB ist moderat bewertet. Also weg von Nebenwerten, hin zu den Kolossen, die bei jedem Wenn und Aber die guten Aussichten behalten.


    Ach ja, noch dies: Aufgefallen ist mir, dass die brasilianische Börse seit dem Mai-Tief schon fünf Prozent gestiegen ist, der SMI drei Prozent. Die leichtherzigen Brasilianer schauen schon wieder in die Zukunft. Man könnte derzeit durchaus auf dem brasilianischen Index aufstocken, der mir nun appetitlich bewertet und weniger im Kielwasser des Dow scheint als der SMI.

    Überhaupt erwacht in Südamerika ein neues Selbstbewusstsein. Venezuela, das neben Kanada die grössten Schwerölvorräte hat, die weit bis Ende 21. Jhd. die Welt mit Öl versorgen werden, spielt eine wichtige Geige, die nicht mehr den amerikanischen Marsch mitvertonen will.


    All dies gesagt aus aufrichtiger Einschätzung, aber mit dem Eingeständnis, dass irren menschlich ist.

  • SCHON KOMISCH

    wenn ein MULLAH im nahen osten hustet,

    oder irgendwo auf der welt auf eine oel pipeline gepinkelt wird,

    ist dass für viele ein grund in panik auszubrechen.

    (viele lechzen nach solchen meldungen)

    kommt aber ein gute meldung, ist sie ja von den analysten erwartet worden

    und alle nehmen es mit einem schulterzucken zur kenntnis


    UNGLAUBLICH

  • Ganz schlechte Woche wird kommen!

    Morgen wird's wieder einmal einen rabenschwarzen Tag geben (alles rot!). Viele schlechte Firmendaten, Konkurse grosser Unternehmen etc.

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • Re: Ganz schlechte Woche wird kommen!

    Friederich wrote:

    Quote
    Morgen wird's wieder einmal einen rabenschwarzen Tag geben (alles rot!). Viele schlechte Firmendaten, Konkurse grosser Unternehmen etc.

    dass wollen ja die börsianer!!

  • Alles Negative eingepreist..

    Zur Zeit ist der Stand der Dinge so, dass alles Negative eingepreist ist. Wer noch tiefer verkauft macht dem Käufer seiner Aktien wahrlich ein Geschenk.

    Alle Indikatoren stehen auf starkem Rebound.

    Die Chance jetzt von einer starken Kurssteigeung zu profitieren ist grösser, als Verluste einzufahren.

    Also kühlen Kopf bewahren, zurücklehnen und die Gegenbewegung abwarten.

  • SMI

    Genau!


    Im moment zuschauen, nichts verkaufen aber auch nichts zukaufen. Liquidität behalten.


    Glück hat derjenige der Dividendenstarke Titel im PF hat, dann ist das Warten ein bisschen "angenehmer" auch wenns 5 Jahre oder mehr dauert.


    Gucke eigentlich immer wenn ich einen Titel kaufe auf die Dividende. Man weiss ja nie, so wie jetzt, vermutlich werden wir jetzt 3 bis 5 Jahre sinkende Kurse haben. :cry:


    Wedergügs

  • SMI

    aber im sommer könnte uns doch der himmel auf den kopf fallen


    und vielleicht könnte die erde die drehrichtung ändern


    usw usw das ist momentan in an der börse

  • SMI

    Was ich spannend finde: über die letzten 3 Jahre hat sich der SMI mehr als verdoppelt, manche Aktie hat noch viel mehr zugelegt (etwa ABB). Das ganze ohne rechte Korrektur was selbst mit historischem Blickwinkel eine Seltenheit ist. Daran hat sich nie jemand gestört. Und nun hat der SMI knapp 10% verloren und das grosse Wehklagen geht los. Noch besser, Börsianer werden pauschal als Pessimisten bezeichnet. Wo waren denn diese die letzten 3 Jahre?


    ps. ich geh natürlich davon aus, das sich solchen Denken auch bei den eigenen Anlagen durchsetzt, sprich Verluste werden nicht begrenzt weil ja "alles bestens" ist und im Tief wartet man bis der Blick wieder zum Aktienkauf aufruft.


    tt