Swissquote

  • Swissquote schliesst 2018 mit Gewinnplus ab


    Swissquote hat finanziell auch unter dem Strich 2018 einen neuen Rekord aufgestellt. Die Dividende wird erhöht.


    08.03.2019 08:00


    Wie die Online-Bank am Freitag berichtete, ist der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um 13,8 Prozent auf 44,6 Millionen Franken gestiegen. Den Aktionären winkte eine Dividende von 1,00 Franken, das zehn Rappen mehr als im Jahr davor. Bereits im Januar hatte Swissquote berichtet, die eigenen Wachstumsprognosen erreicht und damit das beste Jahresergebnis der Geschichte erzielt zu haben.


    So stieg der Gesamtertrag um 16,2 Prozent auf 214,5 Millionen Franken. Mit den Zahlen für 2018 hat das Unternehmen seine Mitte des Jahres erhöhte Prognosen erfüllt.


    Dabei fusst das hohe Ertragswachstum sowohl auf dem traditionellen Geschäft (Handel, Forex), als auch auf dem erfolgreichen Handel mit Kryptowährungen, so Swissquote. Als erste europäische Online-Bank habe man diesen im Juli 2017 lanciert.


    Der Nettokommissionsertrag stieg dank intensiverer Handelsaktivitäten um knapp 17 Prozent und steuerte mit 99,5 Millionen den Löwenanteil bei. Auch der Netto-eForex-Ertrag stieg an. Der Nettozinsertrag stieg um markante 68,1 Prozent, was Swissquote mit den stetig gestiegenen kurzfristigen Zinsen in den USA und wachsenden Volumen an Kundengeldern in Fremdwährungen erklärt. Lediglich der Nettohandelsertrag war um 6,5 Prozent rückläufig.


    Veränderung in Geschäftsleitung


    Der Vorsteuergewinn kletterte auf 53,8 Millionen Franken, ein Anstieg um 17,4 Prozent. Auch die Marge fiel mit 25,1 Prozent höher aus als die 24,4 Prozent des Vorjahres. Allerdings wird der Vorsteuergewinn im laufenden Jahr nicht nochmal an diese Grösse heranreichen, stellt die Bank fest. Wie es in der Mitteilung heisst, wird dieser aufgrund des schwachen Handelsstarts und wegen einmaliger Investitionen in die weitere geographische Entwicklung um 10 Millionen Franken tiefer ausfallen.


    Der Nettoneugeldzufluss stieg 2018 um 14,8 Prozent auf 3,12 Milliarden Franken und das Eigenkapital beziffert die Bank auf 352,2 Millionen Franken, was einem Anstieg um 19,3 Prozent entspricht.


    Neben den Zahlen berichtet Swissquote noch über Veränderungen in der Geschäftsleitung. So werde Michael Ploog zum CIO ernannt - er war bislang der Finanzchef von Swissquote. Diesen Posten werde künftig Yvan Cardenas übernehmen und damit neu in die Geschäftsleitung eintreten. Lino Finini tritt den Posten des Chief Operating Officers an und Jan De Schepper ist künftig der Leiter für Verkauf und Marketing.


    Zudem wird sich Mario Fontana, bisheriger Präsident des Verwaltungsrates, nicht zur Wiederwahl stellen. Statt seiner soll Markus Dennler an der diesjährigen Generalversammlung auf den Posten gewählt werden.


    (SDA)

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  • FuW: warte ab...

    Warte es ab, wird sich erholen meiner Meinung nach; diese Aktien werden wieder steigen. Ev. wegen Chef-Wechsel?


    Nachlassen der Nachfrage nach Kryptowährungen?


    Sogar Marc Faber (vergl. cash Interview) ist kürzlich minimal in Bitcoins/ Blockchains eingestiegen von wegen der neuen Generation (bargeldlos).


    FuW:


    Swissquote (SQN 40 -14.53%) erzielt ein Rekordergebnis, und doch bleibt der Überraschungseffekt aus. Die Onlinebank hatte schon im Januar Eckdaten des Ergebnisses bekannt gegeben. Deswegen konzentrieren sich Anleger auf die Angaben zum laufenden Jahr. Und da hapert es. Zwar soll der Gesamtertrag weiter zulegen, aber den Vorsteuergewinn 2019 erwartet die Onlinebank 10 Mio. Fr. tiefer, was den Aktienkurs am Freitag einbrechen lässt.


    Die Gründe für den tiefer erwarteten Gewinn sind bekannt. Die 2018 gekaufte Internaxx Bank in Luxemburg wird dieses Jahr integriert. «Das kostet etwa 5 Mio. Fr.», sagte Marc Bürki, CEO von Swissquote, an der Medienkonferenz in Zürich. Dank dem Kauf von Internaxx gewinnt Swissquote unbeschränkten Zugang zum europäischen Markt und will so künftiges Wachstumspotenzial sichern. «Internaxx ist nicht riesengross, aber etabliert und profitabel», sagte Bürki. Die luxemburgische Bank betreut 12’000 Kunden mit insgesamt 2,2 Mrd. $ Vermögen. Swissquote bezahlt dafür 27,7 Mio. Fr. aus eigenen Mitteln.


    Ausbau in Asien kostet


    Weitere 5 Mio. Fr. fliessen dieses Jahr in den Aufbau eines Standorts in Singapur. «Um das Geschäft weiterzuentwickeln, benötigen wir eine Präsenz vor Ort», begründet Gründungspartner Bürki. Die Bank rechnet damit, dass sie im September eine Lizenz erhält, um im asiatischen Stadtstaat aktiv zu werden.


    Wie wichtig der asiatische Markt ist, zeigt die Neugeldentwicklung: 1,3 Mrd. Fr. stammten in der Berichtsperiode aus Asien. In diesem Zusammenhang sollen vierzehn neue asiatische Börsenplätze für den Echtzeithandel auf die Swissquote-Plattform aufgeschaltet werden.


    Punkto Neugeld bleibt auch die Schweiz ein wichtiger Markt, denn mit 1,1 Mrd. Fr. stammt rund ein Drittel des Totals aus dem Heimmarkt. Die Kundenvermögen beliefen sich per Ende Dezember auf 23,8 Mrd. Fr. Auf diesen Geldern verdient die Bank 90 Basispunkte.


    Kryptoumsatz bricht ein


    Für wenig Euphorie sorgen Kryptowährungen. 2018 waren sie für rund 10 Mio. Fr. zusätzlichen Umsatz verantwortlich, im laufenden Jahr erwartet die Bank noch Umsatz von 2 bis 3 Mio. Fr.


    Das Ergebnis 2018 lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die gesamte Zahl der Konti erhöhte sich fast 20’000 auf 329’100. Der Gesamtertrag kletterte 16,2% auf 225,4 Mio. Fr. und überstieg damit erstmals die Schwelle von 200 Mio. Fr. Der Gewinn erhöhte sich 13,8% auf 44,6 Mio. Fr.


    Mit diesem Ergebnis stärkt die Bank ihre Kapitalausstattung. Das Eigenkapital stieg 19,3% auf 352,2 Mio. Fr. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 29%. Nach Abzug des Kaufpreises für Internaxx und nach Dividendenzahlung resultiert noch ein Bilanzanteil von 22,7%. Das ist etwa doppelt so hoch wie die von der Finanzmarktaufsicht (Finma) vorgeschriebene Quote von 11,2%.


    Aktien sind attraktiv


    Anleger können sich über eine Erhöhung der Dividende von 0.90 auf 1 Fr. freuen. Daraus errechnet sich auf dem aktuellen Kursniveau eine Rendite von 2,5%. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2019 von 14 sind die Valoren mit Blick auf die Wachstumschancen nicht teuer und nach dem Kurseinbruch vom Freitag ein Kauf. Allerdings bleiben sie vermutlich volatil. Dazu Bürki: «Mit den Swissquote-Aktien wird gespielt, dagegen können wir nichts unternehmen.» Das beste Gegenmittel sei ein erfolgreiches Geschäft.


    Die Jagd nach Rekorden wird zwar vorerst unterbrochen, dürfte aber nicht zu Ende sein. CEO Bürki will den Gewinn bis 2022 auf rund 100 Mio. Fr. verdoppeln. Jan De Schepper, bei Swissquote neu in der Geschäftsleitung zuständig für Marketing und Verkauf, sagt im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft»: «Für 2020 erwarten wir erneut ein Rekordergebnis.»

  • Der Praktikus von fuw

    Quote

    Swissquote: Krypto

    Kryptowährungen sind vielleicht nicht tot, aber sie schlafen tief und fest. Der Hype ist vorüber, die Freaks sind geblieben. Das bestätigt mir das Ergebnis der Onlinebank Swissquote. Noch vor einem Jahr konnte sie sich nicht retten vor Kontoeröffnungen, weil sie Privatanlegern die Möglichkeit bot, über ein normales Konto in Bitcoin und Co. zu investieren. Aufgrund der hohen Volatilität versprach sich manch ein Investor das schnelle Geld. Die Handelsvolumen schossen in die Höhe, die Swissquote-Aktie setzte zu einem Höhenflug an. Wie viel davon auf Hoffnungen der Anleger in die digitalen Währungen zurückzuführen ist, bleibt ungewiss. Swissquote brachte der Handel in Kryptowährungen 10 Mio. Fr. Umsatz. Das sind gut 4% des Gesamtertrags. Im laufenden Jahr soll das Geschäft noch einen Beitrag von 2 bis 3 Mio. liefern. Zu wenig für ein ernsthaftes Geschäft. Aber aufs Ganze gesehen hat es Swissquote auch nicht nötig.

  • Reden wir nicht um den heissen Brei. Swissquote sackte heute 15% ab, obwohl bombastische Zahlen kamen.


    Irgend jemand weiss da was, dass er die Aktien dringend loshaben wollte.


    Würde mich brennend interessieren, wer der Verkäufer war. Was verheimlicht uns Swissquote?

  • Opening

    Was war denn das für eine Eröffnung, mit dem ersten Trade um 9.15.38 Uhr?


    Natürlich dann so tief, dass es meinen Auftrag nicht geschluckt hat, der aber fast die ganze Zeit dieser non opening Zeit drin gewesen wäre...


    Goldi

  • Swissquote ist gut...

    Speedy3 hat am 09.03.2019 00:43 geschrieben:

    Quote

    Reden wir nicht um den heissen Brei. Swissquote sackte heute 15% ab, obwohl bombastische Zahlen kamen.


    Irgend jemand weiss da was, dass er die Aktien dringend loshaben wollte.


    Würde mich brennend interessieren, wer der Verkäufer war. Was verheimlicht uns Swissquote?

    Wenn dieser Jemand etwas mehr wüsste als Andere, hätte er VOR der Veröffentlichung der Resultate verkauft.


    Das Problem für Swissquote ist, dass sie eine Bank ist und erst noch eine Plattform für Kryptowährungen anbietet.


    Damit wird Swissquote mit traditionellen Banken verglichen. Aber das Geschäft von Swissquote liegt in der hohen Handelstätigkeit - nicht im Zinsgeschäft.


    Die Volatilitäten in den Kryptowährungen sind für Swissquote keine Risiken, denn sie selbst handelt ja nicht damit.


    Ich denke, es ist die Wahrnehmung vieler Investoren, die den Kurs beeinflusst.


    Ich bleibe dabei.

  • Daytrader

    Ich spreche jetzt als Daytrader, nicht als Investor. Und als Ersteres bin ich sehr gut bedient mit SQN. Von Freitag Nachmittag auf heute mit +5% verkauft, jetzt bereits wieder bei etwas über 40 Franken rein. Es würde mich erstaunen, wenn ich diese Portion heute nicht zu mindestens +3% verkaufen könnte. Unsicherheit und ein hohes Volumen sind ideal.


    Goldi

  • Der Druck ist gross, es wird offensichtlich mit der Aktie gespielt. Die Ergebnisse sind gut, die Aussichten etwas eingetrübt, aber die Expansion kostet halt, das Potential wird jedoch umso mehr erweitert. Die Aktie ist für mich ein Kauf wert, obwohl der Sektor allgemein seit Jahren leidet, ist das Geschäftsmodell von Swissquote, wenigstens in der Schweiz, einzigartig und wird seine Früchte tragen.

    In any given moment we have two options: to step forward into growth or step back into safety.

    A. Maslow

  • Brancusi-serrat

    Merci vielmals!


    Der Artikel ist gut, aber einseitig. Natürlich kann man das als journalistische Zuspitzung gelten lassen, aber mit vorliegenden Informationen könnte man auch ein ganz anderes Bild malen.


    Der kritisierte Palastbau muss einfach eine solide Grundlage haben, das heisst, SQ darf nicht ein stark zyklisches Geschäft haben. Um eine Immobilie zu stemmen wäre es gut, wenn zehn Jahre lang die Einnahmen zuverlässig sprudeln, was ja funktionieren kann. Speziell für eine innovative Onlinebank auf Wachstumskurs.


    Meyer Burger habe ich aus der Nähe erlebt. Eigentlich hatten die nur zwei Jahre ein gutes Wachstum, seit sieben Jahren serbeln sie und leben von neuen Krediten und den Kapitalerhöhungen. Das Aushubloch für den geplanten Palast sieht man noch heute. Aber die Reduktion von 1'200 Mitarbeitern auf 170 Mitarbeiter ist schon schmerzhaft.


    Aber ist es gerechtfertigt, SQ und MB über einen Kamm zu scheren? Ich meine allen Ernstes: Nein. SQ wird nicht nach nur zwei guten Jahren sieben Jahre lang jährlich hunderte Millionen verbrennen. SQ hat nicht wie die Swissair und die MB in einer Hunterstrategie sinnlos Firmen zusammengekauft, die ausschliesslich Defizite gebracht haben. SQ ist nicht vom Plus plötzlich grotesk ins Minus gefallen, sondern ist 2018 minim weniger im Plus.


    Mir erscheinen die Ausbauprojekte von Bürki alle sinnvoll, nur den Bau des Palastes in Gland sollte er gut durchgerechnet haben, bevor er ihn beginnt. Vielleicht ganz konservativ mal Reserven bilden für den Neubau.


    Goldi (welcher in einem anderen Leben der erste Mitarbeiter des SQ Callcenters war. Das war noch vor dem Börsengang. Mit zwei Millionen Startkapital eine Fima wie Swissquote zum fliegen zu bringen ist nicht ohne. Also hat Bürki doch lange Zeit sehr viele richtige Entscheidungen gefällt.)

  • Heute stehen wir 6.7% höher aber wieso?

    Keine News und die Aktie schiesst 6.7% in die Höhe? Werden da Short-Positionen eingedeckt, realisiert der Markt endlich die Unterbewertung von SQN oder übernimmt nun PostFinance di ganze Firma? *biggrin*

    In any given moment we have two options: to step forward into growth or step back into safety.

    A. Maslow

  • Oder ist's der Bitcoin?

    Kekkomachine hat am 17.06.2019 10:25 geschrieben:

    Quote

    Keine News und die Aktie schiesst 6.7% in die Höhe? Werden da Short-Positionen eingedeckt, realisiert der Markt endlich die Unterbewertung von SQN oder übernimmt nun PostFinance di ganze Firma? *biggrin*

    Mit steigenden Kursen bei den Kryptowährungen sollten auch die Gewinne von Swissquote sprudeln...

  • Blaues Hufeisen hat am 17.06.2019 10:37 geschrieben:

    Quote

    Kekkomachine hat am 17.06.2019 10:25 geschrieben:

    Mit steigenden Kursen bei den Kryptowährungen sollten auch die Gewinne von Swissquote sprudeln...

    Könnte natürlich sein, aber der Bitcoin-Kurs lag schon auf diesem Niveau (ungf.) Ende-Mai/Anfang Juni SQN dümpelte jedoch vor sich hin bzw. rutschte immer tiefer

    In any given moment we have two options: to step forward into growth or step back into safety.

    A. Maslow

  • Goldi hat am 17.06.2019 11:47 geschrieben:

    Quote

    Ich denke mal, das hier steckt dahinter:


    https://blog.tagesanzeiger.ch/…titel-laden-zum-kauf-ein/


    Goldi

    Das der Tagi nun so einen grossen Einfluss auf eine Aktie hat ist erstaunlich... *wink* aber ja, ich denke auch, dass der Markt langsam realisiert, dass SQN unterbewertet und das Potential verhältnismässig gross ist.

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    A. Maslow

  • Basellandschaftliche Kantonalbank senkt Anteil auf 2,988%

    Wieso reduziert die BLKB den Anteil so kurz vor den Halbjahreszahlen.


    Die wissen wieder mehr als Kreti und Pleti

  • Schang_Hai hat am 31.07.2019 10:57 geschrieben:

    Quote

    Wieso reduziert die BLKB den Anteil so kurz vor den Halbjahreszahlen.


    Die wissen wieder mehr als Kreti und Pleti

    Ich denke die Zahlen werden gut sein. Die CS hat es gezeigt, dass der Handel viel Geld nun fliessen lässt. Swissquote verdient ihr Geld im Handel und ich denke, dass in dieser Marktlage sehr viel gehandelt wird, nicht zuletzt mit dem Bitcoin. Die BLKB ist für mich kein relevanter Indikator, wieso haben sie denn vor dem letzten Sprung verkauft, da wären ja noch ein paar % mehr drin gewesen!

    In any given moment we have two options: to step forward into growth or step back into safety.

    A. Maslow

  • Swissquote korrigiert Jahresprognose wieder nach oben


    Die Online-Bank Swissquote hat in der ersten Jahreshälfte 2019 bei knapp gehaltenen Erträgen wie erwartet einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.


    06.08.2019 08:04


    Dank der guten Marktentwicklung, einem weiteren Nettozufluss und der Übernahme der luxemburgischen Internaxx stiegen dagegen die Kundenvermögen deutlich an. Die ursprüngliche Gewinnprognose für das Gesamtjahr korrigiert Swissquote wieder ein Stück nach oben.


    Der Nettoertrag der Online-Bank fiel mit 112,2 Millionen Franken leicht unter dem Wert des Vorjahreshalbjahrs (112,8 Millionen) aus, wie den am Dienstag publizierten Halbjahreszahlen zu entnehmen ist. Dazu trug auch eine höhere Belastung durch Negativzinsen bei. Unter dem Strich resultierte ein um 14 Prozent gesunkener Halbjahresgewinn von 22,0 Millionen Franken.


    Der Nettoneugeld-Zufluss lag bei 3,4 Milliarden Franken gegenüber 2,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum, allerdings stammten vom Zufluss 2,2 Milliarden aus der im März abgeschlossenen Übernahme der luxemburgischen Internaxx Bank. Die Kundenvermögen kletterten um knapp 20 Prozent auf 30,5 Milliarden Franken.


    Rückläufiges Kryptogeschäft


    Die Ertragszahlen wurden durch das im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufige Geschäft mit Kryptowährungen und einen schwachen Handelsstart in den ersten Monaten 2019 belastet. In der Folge sank der Nettokommissionsertrag deutlich (-18% auf 45,6 Millionen).


    Im Devisenhandel (eForex) legte der Ertrag dagegen um 12,5 Prozent auf 39,5 Millionen zu. Das Wachstum sei eine Folge des um einen Drittel gestiegenen Kundenvermögens auf den e-Forex-Konten, so Swissquote. Der Zinsertrag erhöhte sich derweil um knapp 36 Prozent auf 21,2 Millionen Franken, während der Handelsertrag (Währungshandel ohne eForex) leicht schrumpfte (-6,8 Prozent auf 10,9 Millionen)


    Der Betriebsaufwand erhöhte sich um 6,3 Prozent, dies vor allem wegen der Integration der luxemburgischen Internaxx. Insgesamt nahm die Mitarbeiterzahl um 65 auf 698 Personen zu, davon gehören 37 zur Internaxx. Bei einem höheren Aufwand und dem gleichbleibenden Ertrag resultierte ein um 18,4 Prozent tieferer Vorsteuergewinn von 25,1 Millionen.


    Weniger Gewinnrückgang


    Für das Gesamtjahr korrigiert Swissquote die Prognose von der Bilanzpräsentation im Mai wieder nach oben. Neu geht die Bank für 2019 von einem Rückgang des Vorsteuergewinns um 6 Millionen Franken statt 10 Millionen aus und erwartet die Zahl nun bei 44 Millionen. Für das Gesamtjahr gehe die Bank zudem nach wie vor von einem Wachstum des Nettoertrags von 5 bis 10 Prozent aus.


    Der Gewinnrückgang geht auf die Kosten für die Integration der Internaxx, die Gründung der Swissquote Pte in Singapur sowie einen Brexit-Ausweichplan zurück. Im ersten Halbjahr seien davon bereits einmalige Kosten von 1,2 Millionen angefallen, für das zweite Halbjahr 2019 würden nun weitere 5,0 Millionen erwartet, schreibt Swissquote. Zudem prognostiziert die Bank für 2020 Kosten von weiteren 1,8 Millionen.


    (AWP)

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